| Die Innenleisten |
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Verleimung der Innenweger. Die in meinem "Bausatz" (siehe Links-Infos) gelieferten Eschenholzleisten für die Innenweger waren nur gut halb so lang wie das Kanu. Ich habe deshalb mit einer Säge schräg abgeschnitten (Schnittlänge ca. 12 cm), auf einander eingepasst und mit Epoxy verklebt. Diese Art der Verbindung dürfte fester als das umgebende Holz sein. |
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Aussparungen des Innenwegers. Um später das Abfliessen des Wassers nach einer Kenterung zu erleichtern (und für die Optik und das Gewicht), wurden die Innenwegerleisten auf jeder Seite an insgesamt 6 Stellen auf ca. 12 cm Länge ausgefräst. Dies geschah zuerst vorsichtig mit einer Stichsäge und dann mit dem Exzenterschleifer. Die Positionen wurden so gewählt, dass sie nicht mit den Sitzaufhängungen in Konflikt kamen (frühzeitige Planung der Sitzpositionen ist wichtig!). |
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Befestigung des ersten Innenwegers. Zuerst musste die Länge der Innenwegerleisten genau eingepasst werden. Dies geschah mit Klemmen (noch ohne Verleimung), da die Leisten schon unter eine ganz schöne Spannung gelegt werden müssen, damit sie sich der Kanuwand anpassen. Die Enden wurden abgesägt und so abgeschrägt (siehe 2 Bilder weiter), dass sie an Bug/Heck bis zum Innensteven reichen und einen möglichst guten Abschluss bilden (ist mir nicht ganz so gut gelungen, da ich mich einmal versägt habe). |
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Die Leisten wurden dann auf der gesamten Länge mit Epoxy (+Baumwollfüller) angeklebt. Dies war alleine eine nicht ganz so einfache Aufgabe, da die Leisten wie gesagt unter einer ziemlichen Spannung stehen. Die Leisten wurden mit ca. 15 Klemmen festgehalten und mit 3 x 16 mm Schrauben (normale Spanplattenschrauben) verschraubt. Dabei muss auf die Aussparungen geachtet werden. Die Schrauben wurden nach dem Aushärten entfernt (ging problemlos). |
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Der zweite Innenweger ist angeklebt und verbleibende Lücken sind mit Epoxy/Baumwollfueller geschlossen. |
| Das Deck |
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Das Deck habe ich aus einem Eschenholzbrett (ca. 50 cm lang für jedes Ende) und einem Reststück Mahagoni-Zierleiste hergestellt. Das Brett wurde in der Mitte mit einer Kreissäge sauber auseinander geschnitten. Anschliessend wurde es mit der Zierleiste in der Mitte wieder zusammengeleimt (Epoxy/Baumwollfueller). |
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Bis zur Aushärtung wurde das Deck durch Klemmen und Leisten zusammengehalten. Frischhaltefolie verhindert ein Verkleben mit der Haltekonstruktion. Parallel habe ich ein Pappkartonmuster der fertigen Decks hergestellt (dies ist leichter einzupassen als das Holzdeck). Nach dem Muster wurde dann das richtige Deck geschnitten und durch Feilen und Schleifen genau eingepasst. Ausserdem muss es so an die Kanuoberkante angepasst werden, dass es am Ende eine konkave Form hat (meine Kanuenden ziehen sich geschwungen nach oben). Der Grossteil dieser Anpassarbeit (Schleifen) passierte nach dem Einkleben in die Kanuenden. Das Deck wurde wieder mit Epoxy/Baumwollfueller eingeklebt und mit je drei Schrauben je Seite und Ende fixiert. Auch diese Schrauben wurden nach dem Aushärten entfernt. |
| Die Außenleisten |
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Für den Aussenweger wurden schon vorgeformte Profilleisten aus Mahagoni verwendet. Auch diese wurden mit Epoxy/Baumwollfueller angeklebt, mit Klemmen gehalten und in regelmässigen Abstand verschraubt. Diese Schrauben (3.5 x 35 mm, Edelstahl) blieben aber drin (und sind ausser der Sitzaufhängung die einzigen Metallteile des Bootes): dazu wurden zunächst 5 mm tiefe und 8 mm breite Löcher vorgebohrt und anschliessend mit einem 3 mm Bohrer zentriert in diesen Löchern bis auf ca. 30 mm Tiefe weitergebohrt. Die Schrauben wurden dann bis zum Anschlag in die 3 mm Löcher geschraubt. |
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Die 8 mm breiten äusseren Löcher wurden mit Eschenholzpfropfen (helles Holz zum Kontrast) und Epoxy wasserdicht verklebt. Klingt aufwendig, ist aber gar nicht schlimm und gibt dem Kanu einen edlen Touch. Die Enden der Leisten wurden erst nach dem Aushärten in der Länge zugeschnitten. |
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Deck und Weger sind eingeklebt. Nun kamen die feinen Endarbeiten. Die Kanuoberkante, Deck, Innen- und Aussenweger und die Holzpfropfen wurden mit dem Exzenterschleifer plan zugeschliffen. |
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Fertig geschliffenes Kanu. Hier schaut es noch staubig aus. Ich habe es mit einem feuchten Lumpen (Wasser) abgewischt, trocknen lassen und noch einmal mit 240er Papier nachgeschliffen. Die Holzmaserung kam erst mit der Lackierung richtig zum Vorschein. Lackiert habe ich es innen und aussen mit je drei Schichten UV-resistentem Zwei-Komponenten Lack (spezieller Bootslack, siehe Material). Zwischen dem zweiten und dritten Streichen habe ich mit 400er Nassschleifpapier angeschliffen. Langsam war ich zwar die Schleiferei leid, aber dieser Schritt lohnt sich. Es wird glatter (und damit schneller). |
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Kanuenden des fertig lackierten Bootes. Die Maserung und die verschiedenen Holzschichten kommen schön heraus. Damit ich an den Enden Leinen (Anker, Befestigung auf dem Autodach) befestigen konnte, habe ich vor der Lackierung an jedem Ende noch ein 20 mm Loch durch das Deck gebohrt (war ein seltsames Gefühl). Dadurch habe ich ein doppeltes Schlauchband (Kletterbedarf!) gefädelt, dass innen durch einen Sackstich-Knoten gegen ein Durchrutschen gesichert wurde. |
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Eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Konstruktion. Das Schlauchband kann jederzeit ersetzt werden, es kann nichts korrodieren und Wasser kommt auch keines rein (wenn die Wellen so hoch werden, möchte ich eh nicht mehr unbedingt auf dem Wasser sein). |