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sitze - kiel
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Die Sitze
Verklebung der Sitze:
Die Sitzleisten wurden aus Eschenholz zugeschnitten. Da das Kanu einmal die ganze Familie (zwei Erwachsene und zwei Kinder) tragen sollte, habe ich an Stelle des Tragejochs in der Mitte einen dritten Sitz eingebaut. Dur diesen habe ich etwas stärkere Leisten verwendet, da die Spannweite grösser ist. Die Leisten wurden nach dem Fertigstellen des Kanus an diesem vermessen, zugesägt und mit Epoxy/Baumwollfueller verklebt. Auch hier wurden die Verbindungen mit versenkten, gepfropften (siehe Aussenweger) Messingschrauben gesichert. Nach dem Aushärten wurden alle Verbindungen sauber plan geschliffen.
Probeeinhängen eines Sitzrahmens:
Für die Sitzaufhängung wurden 100 mm Messingschrauben (teuer, aber sehr schön, und vor allem korrosionssicher) verwendet. Die Abstandhalter habe ich aus Buchenholzrundstäben (Baumarkt) gesägt. Diese Rundhölzer wurden so bemessen, dass die Sitze am Ende eine waagerechte Sitzoberfläche besassen (d. h. vor allem beim hinteren Sitz waren die vorderen Aufhängungen kürzer als die hinteren). Nach dem Einpassen wurden die Sitze wieder aus dem Kanu entfernt und getrennt von diesem mit drei Schichten Bootslack (wie der Rest des Kanus) gestrichen.
Die lackierten Sitzrahmen wurden mit 40 mm breitem Gurtband (Kletterbedarf, für die drei Sitze habe ich gut 80 m gebraucht) in Kreuzflechtung bestückt. Dazu wurden die abgeflammten Gurtenden mit Tackern auf der Unterseite des Sitzrahmens befestigt. Eine zunächst nicht einfache Sache, da das Eschenholz sehr hart ist. Dünnere Tacker haben den Unterschied gemacht. Die Sitze haben sich als sehr bequem, schnell trocknend und strapazierbar herausgestellt.
Die Kielleiste
Verleimung der Kielleiste:
Diese wurde mit Hilfe einer schräg gestellten Kreissäge zu einem V ähnlichen Quer-Profil gesägt. Es wurde eine 24 x 22 mm Leiste verwendet, deren spitzes Profilende (Boden des V) auf einen Querschnitt von 5 mm gesägt wurde. Die Länge der Kielleiste wurde so eingestellt, dass zwischen dem Leistenende und dem Beginn des Aussenstevens (am Kanuboden) ca. 5 cm blieben. Die Ende der Kielleiste wurden stark abgeschrägt (ca. 10 cm Schrägkante). Die Leiste selber wurde mit flexiblem Sikaflex Kleber (Sikaflex-291) verklebt. Dieser schwarze, elastisch bleibende Klebstoff kann nach 24 Stunden geschliffen werden.
Während der Verklebung der Kielleiste habe ich diese mit Hölzchen und Gurtbändern an den Kanuboden gedrückt.
Die Leiste hat sich als wirklich guter Schutz für den Kanuboden erwiesen.
Es ist geschafft!
Nach 9 Monaten Bauzeit liegt das Kanu am See und wartet zum ersten Mal ins Wasser gesetzt zu werden.