material
| Der Bausatz |
| Der grösste Teil des Kanus wurde aus dem "Bausatz", den ich bei Kayak-Tours in Berlin gekauft hatte, zusammengebaut. Dieser Bausatz war nicht vollständig (keine Aussenwegerleisten, nicht genügend Zierleisten, nicht genügend Voll-Länge Fichtenleisten, nicht genügend Epoxy ...) und kostete 1500 DM plus 300 DM Fracht. Alles was Kayak-Tours macht, ist, beim schwedischen Hersteller (Wermlandia) anzurufen und die Bestellung weiterzuleiten. Man kann also genauso gut dort gleich bestellen. Aber nachher ist man immer schlauer. |
| Holz |
| Die Leisten waren aus asthaltiger Fichte (5 x 19 mm). Alle Leisten für die Beplankung waren konkav/konvex gefräst. Je Seite wurden zwei Zierleisten aus Mahagoni eingearbeitet. Für die Innenwegerleisten, die Decks und die Sitze wurde Eschenholz verwendet (langfaserig, relativ hart). Die Aussenweger sind aus Mahagoni. Die Holzpfropfen in Aussenweger und im Sitzrahmen sind aus Esche (8 mm dick und 10 mm lang). |
| Leisten |
| Aussenweger: 24 x 22 mm Innenweger: 20 x 20 mm Sitzrahmen: 38 x 20 mm (für den Mittelsitz 24 x 28 mm) |
| Epoxy |
| Das im "Bausatz" mitgelieferte Epoxy (5 kg Epoxy + 2.5 kg Härter; Mischungsverhältnis: 100 + 55 nach Gewicht und 100 + 63.5 nach Volumen) war von NM (Nils Malmgren, S-44202 Ytterby, Schweden). Da ich damit gerade mal die Leistenverleimung des Rumpfes und die Laminierung der Aussenweite geschafft habe, musste ich noch Epoxy nachkaufen. Dabei wurde mir vom Bootsbaushop Merk (siehe Links) das West System Epoxy 205 + Härter 105 empfohlen (Mischungsverhältnis: 5 + 1 nach Gewicht). Ich brauchte weitere 3 kg. Beide Epoxysysteme sollten nicht unter 15 C verwendet werden, was bei einem Winterbau in der Garage für mich oft trotz Heizung nicht zu machen war. Ich habe auch mal bei nur 8-10 C gearbeitet und es ist alles fest geworden. Für die Verleimungsarbeiten (ausser der Laminierung also alles) habe ich dem Epoxy Baumwoll-Mikrofasern zugesetzt (West Systems Microfibers 403, 250 g waren schon zu viel). Diese erhöhen die Endfestigkeit und erleichtern das Verarbeiten, da die "Pampe" weniger fliessfreudig wird. |
| Lack |
| Ich habe einen Polyurethan 2-Komponenten Lack von SP Systems verwendet (Ultravar 2000). Dieser ist wirklich teuer, ca. 100 EUR für das ganze Kanu. |
| Masse |
| Die Gesamtlänge beträgt 5 m (wie unter Bauständer beschrieben wurde der Prospector16 um ca. 15 cm gestreckt). Das Gesamtgewicht beiträgt ca. 38 kg (doch schwerer als angenommen, aber vielleicht habe ich die Epoxyschichten etwas zu dick gemacht). Die Sitzpositionen: Die Vorderkante des vorderen Sitzes befindet sich mittig zwischen Querprofil +3 und +4 (0 entspricht dem Querprofil in der Mitte des Kanus), die Vorderkante des Mittelsitzes entspricht der Mitte des Kanus (der Sitz ist also hinter der Mitte des Bootes), die Vorderkante des hinteren Sitzes ist ca. 3 cm vom Querprofil -4 entfernt. |
| Sonstiges Material |
| - Sikaflexkleber: Sikaflex-291 Marine-Dichtstoff (310 ml Kartusche ist schon zu viel, kann aber auch für andere Sachen verwendet werden). - Schleifpapier: meist billige Sets, doch machen sich speziell für die Epoxyschleiferei etwas teurere Scheiben (ca. 50 Cent pro Scheibe) bezahlt. - Sitzschrauben: 100 mm, M8 aus Messing (nur im Bootshandel, im Baumarkt bin ich nicht fündig geworden). - Edelstahlschrauben und sonstige Schrauben kamen aus dem Baumarkt. - Tacker, Exzenterschleifer, Stichsäge waren vom Aldi (und haben durchgehalten). |